Weltweite Kirche (WWK)

Ökumenische Kampagne 2020
Gemeinsam für eine Welt,
in der alle genug zum Leben haben.
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Wir sind nicht allein auf der Welt -

– unsere Gemeinde schaut weit über den eigenen Tellerrand, nicht nur bei Basaren.
Die Vielfalt an regelmässigen Aktionen im Bereich Weltweite Kirche (kurz: WWK) ist gross.

In der Passionszeit vor Ostern findet ein ökumenischer Gottesdienst zum gemeinsamen Suppenzmittag statt. Mit Unti-Kindern und freiwilligen Helferinnen und Helfern verkaufen wir im März im Rahmen der Brot-für-alle-Kampagne Rosen zu einem symbolischen Preis von fünf Franken.

Durch das ganze Jahr sammeln wir Kollekten und Spenden für ganz unterschiedliche Projekte weltweit und stellen ein bis zwei Mal im Jahr die Arbeit einer Hilfsorganisation genauer vor.

Für jeweils zwei bis drei Jahre unterstützen wir ein ausgewähltes Projekt, dem einzelne Spenden und die Kollekte des Wähenessens im Oktober zugute kommen.

Ab der Passionszeit 2020 unterstützen wir mission21 bei ihrem Projekt in Bolivien zur Ernährung und Verbesserung von Familieneinkommen.

Das Projekt unterstützt Bauernfamilien in der Gemeinde Sorata dabei, ihr Einkommen zu steigern und sich ausgewogener und gesünder zu ernähren. Viele von ihnen sind arm und leiden an Mangelernährung. Geführt wird das Projekt von der Stiftung Uñatatawi (FUNDAWI), Partnerorganisation von Mission 21. FUNDAWI betreute bis 2013 ein ähnliches Projekt in der Provinz Caranavi. Heute führen es die Bauern dort selbständig weiter. Die bisherigen positiven Erfahrungen werden nun auf die Gemeinde Sorata in der Provinz Larecaja des Departements La Paz übertragen.

Sie möchten dabeisein?

Spenden für dieses Projekt bitte auf das folgende Konto:

PC 50-16350-8
Gemeindehilfsprojekt der Reformierten Kirche Schöftland
5040 Schöftland
Vermerk "Mission 21, Bolivien, Landwirtschaft und Existenzsicherung"


Allen Geberinnen und Gebern sei an dieser Stelle herzlich gedankt!

Hintergrundinformationen zum Gemeindehilfsprojekt in Bolivien

Trotz der 1952 eingeleiteten Agrarreform können viele Bauernfamilien im Hochland Boliviens nicht vom Ertrag leben, den sie auf ihren Feldern erwirtschaften. Ein Teil der Hochlandbevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten in die subtropischen und tropischen Zonen des Landes abgewandert, zum Beispiel nach Sorata. Mit ihrem subtropischen Klima wäre die Gemeinde für landwirtschaftlichen Anbau gut geeignet. Aus verschiedenen Gründen ist die Rentabilität im Landwirtschaftssektor jedoch stark gesunken: fehlende Entwicklungsstrategien, Bodenerosion und abnehmende Bodenfruchtbarkeit sowie die Abwanderung vieler Männer in die Minen führen zu Ertragsverlusten. Für jene, die zurückbleiben (Frauen, Kinder, ältere Personen), haben sich die Lebensbedingungen erheblich verschlechtert. Mit einem monatlichen Familieneinkommen von zirka 30 Schweizer Franken leben 86 Prozent der Bevölkerung von Sorata in Armut. Ein Grossteil der Menschen ist chronisch mangelernährt. Die Auswirkungen sind schwerwiegend, da der Körper auf unzureichende Ernährung mit eingeschränkter körperlicher und geistiger Aktivität reagiert. So stehen die Chancen für eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Region schlecht.
Projektziele
Ziel 1: Durch die Anwendung agroökologischer Methoden und Anpassungsstrategien an den Klimawandel erzielen die Bauernfamilien quantitativ und qualitativ bessere Ernten.
Ziel 2: Die Bauernfamilien verkaufen ihre Überschüsse auf lokalen und regionalen Märkten und bessern dadurch ihr Familieneinkommen auf.
Ziel 3: Innerhalb der Produzentenorganisationen APEMUS und APIAFI herrscht Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern bezüglich Mitbestimmung und Zugang zu Ressourcen.
Zielgruppen
• 86 Bauernfamilien aus acht Weilern der Gemeinde Sorata: Chihuani (44 Familien), Palcapampa (6 Familien) Choquecoa (8 Familien), Moyobamba (3 Familien), Karani (16 Familien), Huañajahuira Choro (7 Familien), Tahana (10 Familien) und Chejje (10 Familien)
• Drei Produzentenorganisationen: APEMUS, APIAFI und APASAP
Aktivitäten
• Schulung und Begleitung der Bauernfamilien in agroökologischen Produktionsmethoden und Anpassungsstrategien an den Klimawandel
• Schulung zur gesunden Ernährung u.a. mithilfe von Kochkursen
• Schulung der Produzentenorganisationen in Organisationsentwicklung und Weiterverarbeitung von Produkten
• Begleitung und Beratung bei Kreditbeantragungen für Anschaffungen sowie bei der Erschliessung lokaler und regionaler Märkte
Projektfortschritt
Ziel 1: Agroökologische Methoden verwenden
• 11 Familien produzieren über 75% biologisch.
• 33 Familien produzieren zwischen 51 und 75% biologisch.
• 24 Familien produzieren zwischen 25 und 50% biologisch.
• 21 Familien produzieren weniger als 25% biologisch.
• 2018 wurden insgesamt 10 agroökologische Methoden angewendet, wie zum Beispiel die Verwendung von organischem Dünger.
• 86 Familien konsumieren täglich ihr selbstproduziertes Gemüse.

Ziel 2: Einkommen verbessern
• Acht Familien erzeugen durch den Verkauf von Überschüssen mehr als 75% ihres Gesamteinkommens
• 16 Familien erzeugen durch den Verkauf von Überschüssen zwischen 51% und 75% ihres Gesamteinkommens.
• 41 Familien zwischen erzeugen durch den Verkauf von Überschüssen 25% und 50% ihres Gesamteinkommens.
• 21 Familien erzeugen durch den Verkauf von Überschüssen weniger als 25% des Gesamteinkommens.

Ziel 3: Chancengleichheit herstellen
• APEMUS und APASAP werden von Frauen geleitet.
• 40% der Mitglieder und somit der weitergebildeten Personen sind Frauen.
Partner
» FUNDAWI, Stiftung Uñatatawi
Bolivien
• 11,2 Mio Einwohnerinnen und Einwohner
• 34,6% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze

Projektbudget 2020
CHF 55'000
Projektbudget 2018-2021
CHF 220'000

Allen Geberinnen und Gebern sei an dieser Stelle herzlich gedankt!
Bereitgestellt: 03.04.2020    Besuche: 64 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch