Christine Bürk

Herzliche Einladung zu den Installationsgottesdiensten am 12. und 24. Dezember

Installation – über dieses Wort stolpern manche, wenn es um die Amtseinsetzung einer Pfarrperson geht.
Wir sprechen vom Installieren der neuen Steuersoftware oder schwärmen von der kunstvollen Lichtinstallation am Schöftler Schloss, aber eine Pfarrerinstallation? Darüber kann man oder frau stolpern.
Wer oder was wird da «installiert»? Funktioniert eine Pfarrperson wie eine elektrische Leitung – direkt an den Himmel angeschlossen ... und Glaube, Hoffnung und Liebe sind immer vorhanden (vielleicht klappt das ja bei der Installation in Schöftland?).
Installation – das Wort kommt vom lateinischen installare und bedeutet «einbauen, einsetzen und ernennen». Bei der Pfarrerinstallation wird eine Pfarrperson in ihr Amt eingesetzt und in Pflicht genommen, das ihr anvertraute Amt vor Gott und den Menschen auf der Grundlage des Evangeliums von Jesus Christus gewissenhaft zu erfüllen und die Ordnungen der Kirche zu beachten.
Installation – ich freue mich, dass ich zusätzlich zu meinem Engagement als Pfarrerin in der reformierten Kirche Leerau in die «Stelle» in Schöftland eingesetzt werde, wo ich im letzten halben Jahr schon so viele gute Erfahrungen machen durfte und immer herzlich willkommen geheissen wurde.
Als wir im Pfarrteam nach einem Termin für die Amtseinsetzung gesucht haben, war für mich schnell klar, dass die Vorweihnachtszeit besonders passend ist. Denn zu Weihnachten feiern wir auch eine In-stall-ation, eine Einsetzung und Inpflichtnahme auf einer neuen Stelle:
Jesus Christus wird in die Welt eingesetzt, in einen «Stall» und wird von Gott in Pflicht genommen mit der Aufgabe, Menschen zu heilen, zu retten, für die Schwachen da zu sein, Brot zu teilen und den Tod zu besiegen.
Jesu Stelle ist ein «Stall» mitten zwischen den Menschen. Genau dort haben sich alle getroffen: Hirten und Könige. In den Stall können alle kommen, alle haben freien Eintritt.
Die In-stall-ation von Jesus ist nicht nur für die VIPs dieser Welt reserviert oder für die, die via Diplom nachweisen können, wie leistungsfähig und wichtig sie sind. Nein, alle können zu Jesus kommen. Jede und jeder ist bei ihm willkommen. ER, der in einem Stall installiert wird, nimmt uns auch mit unserem menschlichen (Stall-)Geruch an. Hauptsache, ER kann dort sein, wo wir sind.
Vielleicht sollten wir Pfarrpersonen, die in eine Kirchgemeinde installiert werden, sich dieser Tatsache wieder neu bewusst werden, dass alles in einem Stall anfing.
Die göttliche Installation wird begleitet vom Gesang der Engel und deren Verkündigung: «Fürchtet euch nicht. Siehe, ich verkündige euch grosse Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn Euch ist heute der Heiland geboren.»
Diese frohe Botschaft darf ich hier in Schöftland verkündigen. Und von dieser frohen Botschaft lebe ich selbst. Mal brauche ich mehr das «Fürchte dich nicht», mal ist es die Freude, aus der ich schöpfe, aber immer soll der Heiland der Grund sein, warum ich als Pfarrerin arbeite.
In diesem Sinne freue ich mich sehr auf meine Installation in Schöftland und lade Sie herzlich ein, die Installation von Jesus in schönen Gottesdiensten zu feiern.

Christine Bürk, Pfarrerin
Bereitgestellt: 25.11.2021     Besuche: 3 heute, 47 Monat 
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