Anita Hungerbühler

Achtung! Gedanken

Meine Bilder<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-schoeftland.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>163</div><div class='bid' style='display:none;'>2842</div><div class='usr' style='display:none;'>336</div>

Goldgelb auf dunkelblau springt mich die Auf­forderung an, auf dem Plakat neben der Strasse ausgangs Schöftland gegen Hirschthal zu. Und dann entdecke ich das gleiche Plakat gerade noch einmal unterhalb der Müheler Kirche:
Findest Du die Tatsache, dass Menschen denken und verschiedene Eindrücke kombinieren, sich ei­ne Meinung bilden und diese auch zum Ausdruck bringen können, ebenso faszinierend wie ich?
Unzählige Gedanken schiessen mir nur schon im Laufe einer einzigen Stunde durch den Kopf. Und nicht selten ertappe ich mich dabei, dass meine Gedanken eigene Wege gegangen sind. Plötz­lich finde ich mich in Gedanken ganz woanders. Irgendein Wort oder ein optischer Eindruck, ein Geruch oder eine Melodie haben den Anstoss gegeben zu einer ganzen Reihe von Gedanken, die unkontrolliert und zunächst unbemerkt abge­laufen sind. Nicht immer bin ich glücklich mit dem «Ort», an den mich meine Gedanken unbewusst geführt haben. Wie gut, dass es möglich ist, die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken.
Achte auf deine Gedanken – dieser weise Rat ist in der Bibel zu finden, im Buch der Sprüche, Kapitel 4, Vers 23, vollständig zitiert lautet er:
«Achte auf deine Gedanken und deine Gefühle, denn sie beeinflussen dein ganzes Leben.»
An der hier zum Ausdruck gebrachten Wahr­heit gibt es wohl kaum Zweifel. Im Talmud, dem Hauptwerk jüdischer Schriftauslegung zur prakti­schen Umsetzung von Gottes Geboten, wird der Rat zur Achtsamkeit noch erweitert:
Achte auf deine GEDANKEN,
denn sie werden Worte.
Achte auf deine WORTE,
denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine HANDLUNGEN,
denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine GEWOHNHEITEN,
denn sie werden zum Charakter.
Achte auf deinen CHARAKTER,
denn er wird dein Schicksal.
Dass meine Gedanken sich in guten Bahnen be­wegen und möglichst im Einklang sein mögen mit meinem Bestreben, in der Nachfolge Jesu Christi zu leben, darauf kann und will ich bewusst achten. Immer verbunden mit der inständigen Bitte, dass Gott meine Gedanken bewahren helfe und
Gottes Geist mein Reden und Handeln durch­wirken möge. Mut macht mir die Zusage im Philipperbrief 4,7:
«Und der Friede Gottes, der all unser Verstehen übersteigt, wird unsere Herzen und Gedanken bewahren im Glauben an Jesus Christus.»

Rosemarie Müller-Rüegger-Pfarrerin
Bereitgestellt: 25.04.2019     Besuche: 45 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch